…wenn auch unter anderem Namen und in einem anderen Blog.
Wie man sieht ist es hier zum Stillstand gekommen und ich entschuldige mich schon mal dafür, dass ich diese Projekt nicht mehr weiter betrieben habe ohne zu erklären warum und weshalb. Das war nicht sonderlich klug von mir, da einige meinen Wechsel zu einem anderen Projekt nicht mitbekommen haben. Ich mache es kurz: Mitte des vergangenen Jahres, kurz vor der gamescom, bin ich von den Kollegen von Zockwork Orange gefragt worden, ob ich ihr Team unterstützen möchte. Da ich das ZwO-Team persönlich kenne und auch im Reallife mit ihnen befreundet bin, nahm ich das Angebot natürlich gerne an. Nun steuere ich also redaktionelle Beiträge hinzu und kümmere mich ab jetzt auch um den Reboot des Podcasts. Zunächst ging ich davon aus, dass ich diesen Blog hier nebenbei weiterführe. Wie man sieht, ist dem nicht so gekommen.
Ich bedanke mich also bei allen die bis hierhin die Podcasts gehört haben, als Gäste dabei waren und für das durchweg positive Feedback, das ich bekommen habe und lade euch ein jetzt regelmäßig auf Zockwork Orange vorbeizuschauen. Die erste Podcast-Folge unter meiner Regie ist bereits online und wir reden ganz und gar nicht(!) Spoilerfrei über The Walking Dead von Telltale!
Dieser Blog bleibt natürlich online, falls jemand die älteren Folgen noch hören möchte.
Ganz vergessen das Video hier zu verlinken. Der Micha von der Kollisionsabfrage hatte mich zu einem kleinen Videopodcast eingeladen und wir haben ein bisschen über Lollipop Chainsaw gesprochen. Leider streikt meine Internetleitung manchmal ein bisschen, sodass meine Bildqualität nicht die beste ist. Ein richtiges Review tippe ich diese Woche auch noch. Stay tuned.
Steht ihr auf Browsergames? Ich auch nicht! Hab mir aber dennoch einen ganzen Batzen Keys für die Closed Beta des Strategiespiels Dschingis Khan Online aufschwatzen lassen und damit möchte ich jetzt zumindest die glücklich machen, deren Prokrastinationsgelüste nach einen Zeitvertreib dieser Art verlangen. Wie der Name schon verrät: Der Titel spielt im Zeitalter der Mongolen und Ziel des Spiels ist es, ein kleines Dorf zu einem Imperium auszubauen, um später in den Krieg gegen seine Mitspieler ziehen zu können. Dschingis Khan Online wird nach der ClosedBeta ein ”Free2Play”-Titel werden und so darf man für Realmoney IngameGold für Verbesserungen erwerben. Kann man machen, muss man aber nicht. In der Beta-Version steht euch aber ein Startkapital zur Verfügung, sodass ihr ja testen könnt, ob euch das Geschäftsmodell zusagt oder Dschingis Khan Online nach einer Stunde wieder im Daten- und Gedankennirvana verschwunden ist.
Wer einen Key haben möchte, schreibt hier einen Kommentar mit gültiger E-Mail Adresse oder kontaktiert mich via Twitter/Facebook/Whatever.
Schaut man ins Urban Dictionary, sozusagen die Wikipedia für Internet-, Jugend- und Subkulturslang, findet man unter u.a. folgende Einträge:
1. hype, when someone gets excited about something
Damn..you hype calm down homey.
2. A fad. A clever marketing strategy which a product is advertized as the thing everyone must have, to the point where people begin to feel they need to consume it.
Millions of suckers fell for the hype and bought a Playstation 2
Hype ist eine witzige Sache: Die Einen, meist viel zu hip um sich von der Euphorie der Masse anstacheln zu lassen, ignorieren ihn komplett. Oft nicht aus dem Grund, dass sie Spiel XY nicht interessiert, sondern weil ihnen die übertriebene Vorfreude zu recht auf den Sack geht. Die Anderen konsumieren dankbar jeden Schnipsel den sie zu ihrem kommenden Top-Titel finden können und schrauben so ihre Erwartungen ins Unermessliche.
Spannend zu sehen ist, was denn heute vor so „gehyped“ wird. Da hätten wir zum einen die Titel, die Fortsetzungen von Spielen sind, welche man getrost schon als „Retro“ bezeichnen könnte und bei vielen Spielern nostalgisch verklärt sind. Nehmen wir z.B. Duke Nukem Forever. Viele meiner Freunde die ihre Kindheit und Jugend mit Videospielen verbracht haben und zwei bis drei Jahre älter sind als ich, fieberten Jahre lang diesem Spiel entgegen und blendeten komplett aus, dass ein Titel der so oft auf der Kippe stand und von einem Entwickler zum nächsten weitergereicht, eigentlich nur vermurkst werden kann. Wie das endete wissen wir alle.
Die anderen sind die innovativen oder unerwarteten Titel. Zu letzt gesehen bei Ubisofts Watch_Dogs. Das auch ich als „Highlight“ der E3 gefeiert habe. Ziemlich clever: Es war ja schon irgendwie zu erwarten, dass die diesjährige E3 keine besonderen Überraschungen liefern wird. Von den meisten Spielen war schon vorher klar, dass sie kommen würden. So kann die Spielerschaft von einem Halo 4, God Of War oder einem neuen Call Of Duty kaum noch überrascht werden. Ernüchternd waren also die meisten Pressekonferenzen, da ja fast alles schon bekannt war und die Trailer/Teaser/Whatever schon einige Tage vorher im Netz zu sehen waren. Ubisoft stellt exklusiv auf ihrer Konferenz einen Titel vor, den noch keiner so gesehen hatte und kaum jemand erwartet hat und der Hype ist perfekt.
Die dritte Kategorie des Hypes ist ganz einfach: Ein neues Blizzard Spiel steht in den Startlöchern.
(Dieser kurze Kommentar ist mein Wochenbeitrag zum 52 Games Projekt von Zockwork Orange, die jede Woche die Blogosphäre dazu auffordern Kommentare oder Artikel zu einem bestimmten Stichwort zu schreiben.)
Die wichtigen Pressekonferenzen der E3 sind gelaufen und Sascha und ich haben uns gleich hingesetzt und mit Volker aka @der_derbe_b über unsere bisherigen Messehighlights gesprochen. Mit dabei sind u.a. Star Wars 1313, Watch_Dogs, The Last Of Us, ZombiU und weitere. Damit ihr auch wisst worüber wir reden, habe ich nach dem “Read More”-Tag die Videos verlinkt auf die wir uns beziehen.
Da glaubt man schon nicht mehr daran, dass auf dieser E3 noch irgendwas groß überzeugendes angekündigt wird, doch dann kommt Ubisoft und stellt Watch_Dogs vor. Eine Art Cyberpunk-GTA, das einfach umwerfend aussieht und schöne Ideen parat hat. Kurz zur Story: Nach einer, durch ein Computervirus verursachten Energiekrise entwickelt die US-Regierung ctOS, ein Programm das alle Netzwerke des Landes und auch die Bürger überwacht und Daten sammelt. In Watch_Dog schlüpft der Spieler in die Rolle des Hackers Aiden Pearce, der direkten Zugriff auf Daten und Funktionen von ctOS hat. Dadurch eröffnen sich dem Spieler unzählige Möglichkeiten Aufgaben zu lösen: Blockieren von Mobiltelefonen, hacken von Ampelanlage sind da wohl nur erste Beispiele. Aber was erzähl ich. Schaut euch das Video an und ihr versteht was ich meine.
Bisher ist noch nicht bekannt ob es für alle Konsolen kommt oder ein Exklusivtitel wird. Wenn ich mir den Trailer so ansehe, dann könnt ich mir das Teil aber verdammt gut auf der Wii-U vorstellen. Im Podcast werden wir dann heute oder morgen noch ein bisschen mehr spekulieren.
Yeah, ein Piratenrollenspiel und dann auch noch von den Piranhas, die meine Jugend mit Gothic 2 bereichert haben. Hier soll es aber (noch) nicht um eine Kritik des kürzlich erschienenen Risen 2 gehen, sondern nur um einen Punkt der mich am Gamedesign irgendwie stört: Der namenlose Held, der im Spiel jetzt eine Karriere als Pirat anstrebt, hat offenbar sein Seepferdchen nicht gemacht. Springt oder fällt man ins Wasser wird man an den Punkt zurückgesetzt von dem man abgesprungen ist. Hä? Mag eine Kleinigkeit sein, aber ich find’s doof. Die Entscheidung dem Spieler nicht zu erlauben die Wasserwelten zu erkunden ist sicherlich in der Hinsicht nachvollziehbar, dass die Piranhas dann auch Unterwasserareale hätten gestalten und eine vernünftige Tauchmechanik einbauen müssen (und die können ja sehr frusted sein). Aber ich denke in einem Rollenspiel, welches die Prämisse hat das Abenteuer eines Piraten darzustellen, würde dies ungemein zu Atmosphäre beitragen. Um zu verhindern, dass die Spieler Bereiche erkunden die sie noch nicht erreichen sollen, hätte man einfache Mechaniken einbauen können. Schwamm man beispielsweise in Gothic 2 zu weit auf die offene See hinaus, wurde man von einem Hai gefressen. Schön ist immerhin: Risen 2 hat einige Wasserkreaturen die aus dem Meer steigen und den Spieler auf Land angreifen.
Dieser kurze Kommentar ist mein Wochenbeitrag zum 52 Games Projekt von Zockwork Orange, die jede Woche die Blogosphäre dazu auffordern Kommentare oder Artikel zu einem bestimmten Stichwort zu schreiben.
Der dilettantischste Podcast der ganzen Blogosphäre meldet sich aus einer kleinen Pause zurück. Sascha und Daniel sprechen mit Micha von der Kollisionsabfrage über zwei PS3-exklusive Titel, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der Car Combat-Racer “Twisted Metal” und das wunderschöne Journey von thatgamecompany, welches im PlayStation Network zu erwerben ist. Da Micha und Sascha auch über das Ende des letzteren reden, geben wir für ab Minute 37 eine Spoiler-Warnung heraus!
Zwischendurch hatten wir etwas Soundprobleme, dauerte aber nur zwei-drei Minuten. Viel Spaß!
Zeit mit Videospielen habe ich schon ziemlich viel verbracht. Aber genauso wie ich im richtigen Leben manchmal total sinnlose Dinge mache, habe ich auch schon viel Zeit in Spielen mit unnützen bis dämlichen Dingen vertrödelt. Hier meine Top 10 der zeitfressensten und teilweise bescheuertsten Dinge, die ich bisher in und mit Videospielen gemacht habe:
Update: Leider ist das Video nicht mehr in der ARTE Mediathek und wurde auch von YouTube gelöscht. Hier gibt’s aber zumindest noch Ausschnitte. Auf ARTE im TV habt ihr nochmal die Chance die Doku zusehen am Montag den 14. Mai 2012 um 05.00 Uhr und die Wiederholung am Donnerstag den 17. Mai um 01.35 Uhr.
Die ARTE-Doku “Nerd Alarm – Von Gamern, Geeks und großen Brillen” berichtet von der Geek- bzw. Nerdkultur und ihrer Entstehung. Finde ja solche Einteilung immer total bescheuert und sicherlich trifft das amerikanische Bild auch nur bedingt auf Deutschland zu. Trotzdem ist die Doku recht nett gemacht und hat viele Bilder aus den 80ern, streift aber letztlich auch nur Klischees, dies aber auf einer sachlichen und nicht wertenden Ebene.
Das Video ist auf YouTube von der GEMA geogefickt, daher braucht ihr entweder ein Stealth-Addon wie Stealthy oder ihr schaut es euch innerhalb einer Woche in der ARTE Mediathek an.
Ich wollte ja nicht mehr so viel Zeug reposten, aber dieses Pixelart-Poster von Retronator ist definitiv eine Erwähnung wert. Es ist vollgepackt mit Figuren aus Gaming, Film und einigen Internetmemes. Dazu ist seine Homepage aufgebaut wie ein altes Textadventure, was ich irgendwie sympathisch finde. Ist auch als Nachdruck in verschiedenen Größen bestellbar.
Das moderne, erwachsene Gaming-Wohnzimmer unterscheidet sich in manchen Punkten gar nicht so stark vom Kinderzimmer aus der Vorschulzeit. Nur Plastikdinosaurier, He-Man Actionfiguren und Matchbox-Autos sind mittlerweile World Of Warcraft, Call Of Duty und Need For Speed gewichen. Doch völlig vergessen haben wir die Kastanien, die wir jeden Herbst leidenschaftlich gesammelt haben, um dann mit Zahnstochern Männchen und abstruse andere Gebilde aus ihnen zu basteln. Ich werde jetzt wohl ordentlich Streetcreds verlieren, aber ich habe seit langem mal wieder mit Kastanien gespielt und mir Botanicula, das neue Adventure des tschechischen Machinarium-Entwickler Amanita Design angesehen.
Es gibt Ärger im Baum: Der Heimatort von Käfern, Kastanienmenschen und allerlei anderen, eher surrealen Wesen wird von einer riesigen Spinne und deren Gefolgschaft angegriffen, die dem hölzernen Riesen den Lebenssaft aussaugen will. Botanicula erzählt die Geschichte von fünf botanischen Freunden, die nun ausziehen um ihre Heimat und deren Bewohner zu retten. Unterwegs finden sie heraus, dass der Baum aus einem auf die Erde gefallenem Stern gewachsen ist und das sie dessen Samen finden müssen um die Bedrohung abzuwenden.
Schon von Anfang an umgibt Botanicula eine Andersartigkeit, die man zunächst als befremdlich empfindet, aber einen gleichzeitig umso neugieriger macht. Das fängt schon bei den Charakteren an, die alle Pflanzen oder Teile von Pflanzen sind. Namentlich: Mr.Twig, Mr.Mushroom, Mr. Poppyhead, Mr.Feather und Mr.Lantern.
Amanita Design beschreiben Botanicula selbst als „point‘n‘click exploration game“ und scheinen sich vom Adventure-Genre ein wenig abgrenzen zu wollen. Letztlich fehlen auch einige Elemente des klassischen Point‘n‘Click Adventures. So steuert ihr nicht einen Helden, sondern gleich einen ganzen Trupp, der hier als eine Einheit fungiert. An wenigen Stellen müsst ihr euch für eines der knuffigen Wesen entscheiden, da etwa nur Mr.Twig an an einem Gegner vorbeischleichen kann, wo die anderen zu groß und auffällig wären. Ebenfalls sammelt ihr nicht genretypisch alle möglichen Gegenstände ein um die zu kombinieren oder gegen andere Gegenstände einzutauschen. Die Rätsel sind oft, nicht immer, recht simpel gehalten und meist leichter durch Ausprobieren, als durch wirkliches Knobeln lösbar. Das ist auch gleichzeitig der größte Kritikpunkt. Die Rätsel hätten durchaus knackiger ausfallen können und weniger daraus bestehen sollen, dass man eine richtige Folge an Hotspots anklickt. Gelegentlichen Minispiele lockern das Spiel auf und lassen Botanicula weiter aus dem Adventure-Genre ausbrechen, sind aber selbst für ungeübte Spieler noch viel zu simpel.
In Botanicula geht es nunmal weniger um knifflige Rätsel. Vielmehr ist es das Ziel euch durch die Gesamtästhetik in eine fremde, unbekannte Welt zu entführen und den Entdecker in euch loszutreten. Und das funktioniert wunderbar. Fast jedes Objekt ist interaktiv, wenn auch nicht für das Weiterkommen wichtig, weckt es den Erkundungs- und Spieltrieb und verleitet dazu an manchen Stellen lange zu verharren, um mit der Umgebung zu experimentieren. Dazu trägt neben der wunderschönen Optik, die in natürlichen Pastelltönen gehalten ist, auch das Musik- und Sounddesign bei. Hierfür haben Amanita Design mit den tschechischen Musikern von DVA zusammengearbeitet. Botanicula lebt von seiner fantastischen Soundkulisse. Die Charektere sprechen z.B. in einer verfremdeten Fantasiesprache, wie man sie z.B. aus der Zelda-Reihe kennt. Wo sie dort aber schnell nerven kann, zaubert sie bei Botanicula eher ein lächeln aufs Gesicht. Dementsprechend gibt es natürlich auch keine Dialoge. An manchen Stellen ist die Musik teil des Rätsels und man wird recht schnell darauf konditioniert auch den Sound in seine Überlegungen einzubeziehen. Eigentlich wurde jedem Objekt und jedem Wesen ein eigenes Soundkonzept verpasst, was mich mehr fasziniert hat, als die oben angesprochenen Rätsel.
Fazit: Botanicula ist kein klassisches Adventure, sondern eine Reise in einen unbekannten Mikrokosmos und somit erfrischend anders und experimentell. Die wirklich fantastische Optik und das Charakter- und vor Allem Sounddesign überzeugen auf ganzer Linie und trösten darüber hinweg, dass man vom Gameplay oft unterfordert ist.
Noch für 10 Tage könnte ihr das Spiel, zusammen mit den älteren Amanita Design Spielen, im Pay-What-You-Want Indie Humble Bundle erwerben. Also schnell zugreifen! Ansonsten erscheint es am 26.4. bei Deadalic Entertainment. Laufen tut Botanicula übrigens auf PC, Mac und auch Linux.