GamesCom Tag #2: Wildstar
Als gäbe es nicht schon genug MMORPGs auf dieser Welt, bringt der Guild Wars Publisher NCsoft das von Carbines Studios entwickelte Wildstar auf den Markt und beim ersten Hingucken möchte man schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wildstar kommt im bunten Comiclook daher und selbst farbenblind könnte ich die offensichtliche Ähnlichkeit zu Blizzards Flagship World Of Warcraft nicht abstreiten. Doch jeder hat eine Chance verdient, denke ich mir und erstelle einen einen Explorer, offenbar die Krieger-Klasse in Wildstar und bin überrascht: Die Grafik sieht trotz des Comiclooks einigermaßen zeitgemäß aus und auch die Animationen der Kämpfe sind alles andere als langweilig, jedoch ebenso überladen wie beim eben erwähnten Konkurrenzprodukt.
Die Welt, in der ich mich bewege, ist eine Mischung aus Sci-Fi und Fantasy, sieht bisher relativ stimmig aus und auch das Leveldesign kann sich sehen lassen. Während einer Quest muss ich einen Berg besteigen um eine Antenne anzubringen, als mich beim Aufstieg eine Lawine erfasst, mich von den Füßen reißt und Schaden verursacht. Stimmig! Die Kämpfe sind nichts Besonderes, MMO-typisch halt, mit der Ausnahme, dass man Angriffen der Gegner ausweichen kann.
Nach einigen Quests interessiert es mich nun doch ein bisschen und mir kommen einige essentielle Fragen in den Sinn. Ich werde von den Hostessen freundlich an den Lead Technical Artist verwiesen, der gewillt ist ein paar Fragen zu beantworten und auch sehr an meinem Eindruck interessiert war. Viel konnte ich dem guten Mann dann aber nicht entlocken. Ich erfahre, lediglich dass man bisher dazu tendiert Wildstar nicht als Free2Play Titel anzubieten, sondern sehr wahrscheinlich das typische Abo-Modell fahren wird. Meine wichtigste Frage, inwiefern PvP eine Rolle spielen wird, will man mir nicht beantworten: “It’s still top secret!” Mein erster Eindruck ist eigentlich recht positiv, doch machen wir uns nichts vor: Hier wird eindeutig versucht auf den WoW-Zug aufzuspringen, wie es schon Runes Of Magic versucht hat. Steuerung, Comicoptik und das generelle Design der Spielwelt tragen ihren Teil zu diesem Eindruck bei. Für absolute MMO-Süchtlinge wird sich ein Blick aber lohnen.
















Ich war sehr begeistert von dem Titel. Nur die Demo war irgendwie ungünstig gewählt, weil überhaupt nicht klar war, was die Pfade bringen (unterschiedliche Quests) und das man später nicht auf diese 3 Character Klassenkombis festgelegt ist.
Trotz der eindeutigen optischen Ähnlichkeit zu Warcraft, gefielen mir Setting, Gameplay und auch die Sci-Fi angehauchte Oberfläche sehr gut. In die Beta werde ich definitiv mal einen Blick riskieren. Für die Final-Version reicht dann einfach meine Zeit nicht. MMOs bin ich raus