Mario Kart 7 [Review]

Während die Computer-Fraktion schon fleißig Need For Speed spielte, war mein erstes Rennspiel der Klassiker unter den Funracern: Mario Kart für das SNES. Was hab ich es geliebt. Daran hat sich auch mit 25 nichts geändert. Mittlerweile hat die Serie schon 19 Jahre auf dem Buckel und geht – lassen wir die Spielhallen-Automaten mal außen vor – bereits in ihre siebte Runde.  Jeder neue Teil ist  für mich immer eine Reise in die Vergangenheit. In Bezug auf den siebten Teil leider nicht nur im positiven Sinn, denn die Neuerungen des 3DS-Ablegers sind, zumindest im Vergleich mit der Wii-Version, eher spärlich.

In den üblichen acht Cups, mit insgesamt 16 neuen und 16 alten Strecken aus den Vorgängern, stürzen wir uns wieder ins Rennen um auf dem virtuellen Treppchen nach ganz oben zu kommen. Die neuen Strecken sind wirklich schön und abwechslungsreich gestaltet. In einer Strecke etwa rasen wir  über eine riesige Klaviertastatur, die dann auch die entsprechenden Töne wiedergibt oder müssen auf einem sinkenden Piratenschiff Ankerhaken ausweichen.  Auch die alten Strecken sind ein wenig überarbeitet und den neuen Features angepasst worden. Was vor Allem auffällt, ist der veränderte und vermehrte Einsatz des Gleitschirms. Dieser diente schon in der Wii-Version dazu Schluchten und Abgründe zu überwinden, konnte aber nicht selbst gesteuert werden. Dies ist jetzt möglich und trägt stark zur Abwechslung im Gameplay bei und sieht bei eingeschaltetem 3D-Effekt auch fantastisch aus. Neu sind auch die Fahrten unter Wasser. Hier verwandelt sich unser Kart ein bisschen und bekommt eine kleine Schiffsschraube. Das Fahrgefühl ändert sich dadurch aber wenig. Dies gab es meines Wissens nach vorher noch nicht. Correct me if I’m wrong.

Wirkliche Neuerungen finden sich aber nur bei den Power-Ups. Leider wird hier nahtlos an die Wii-Version angeknüpft, was auch bedeutet, dass der mehr als unfaire und nervige blaue Panzer wieder mit dabei ist, der immer den Spieler an der Spitze trifft und auch nicht abzuwehren ist. Zusätzlich zu den alten Items finden wir jetzt das aus Super Mario Bros. 3 bekannte Superblatt. Dies gewährt uns für kurze Zeit einen Waschbär-Schwanz – den Waschbär haben wir natürlich vorher mit unserem Kart überfahren, liebe PETA – mit dessen Hilfe wir Kontrahenten oder Beschuss abwehren können. Der zweite neue Spaß ist die klassische Feuerblume, mit der wir einige Feuerbälle schleudern können. Eigentlich komisch, dass die bisher immer fehlte. Ebenfalls neu ist die Lucky-Seven. Ist uns das Glück hold bekommen wir gleich sieben Items, welche in zufälliger Reihenfolge einsetzbar sind. Zugegeben: In meinen drei bis vier Stunden die ich bisher mit dem Titel verbracht habe, ist die Lucky Seven mir nicht einmal untergekommen.

Ebenfalls wie bereits in der Wii-Version schaltet ihr nach und nach neue Fahrer und Fahrzeuge frei. Im Gegensatz zur Wii-Version, wo wir später zwischen 25 Fahrern wählen durften, beinhaltet MK7 nur 17 spielbare Charaktere. Neu ist – und ich hoffe ich liege nicht falsch – dass man nun ein wenig an seinen Karts basteln kann. Zumindest können wir neue Reifensätze und andere Gleitschirme freispielen. Ändern wir einen Reifensatz hat dies Auswirkungen auf die Grundeigenschaften unseres Fahrzeugs. Sicherlich ganz nett, aber da man zwischen den Strecken sowieso nicht zwischen den Karts wechseln kann, macht es für mich nicht wirklich Sinn. Was will ich auf der wässerigen Strandpiste mit Reifen die für Asphalt gedacht sind?

Im Multiplayer können wir gegen lokal anwesende Freunde spielen, auch wenn diese keine eigene Kopie des Spiels besitzen, oder online gegen zufällige Gegner, aber auch gegen unsere 3DS-Freundesliste Grand Prix oder Zeitrennen fahren und uns in die klassische Ballonschlacht begeben. Das von der Wii bekannte Münzrennen, in dem wir in einer festgelegten Zeit so viele Münzen wie möglich sammeln müssen, ist ebenfalls mit von der Partie. Je mehr wir online spielen und je nachdem wie gut wir abschneiden, bekommen wir Punkte. Diese Punkte dienen dazu passende Gegner für uns zu finden. So kommen weder Frust und noch Langeweile auf. Sehr gut gemacht! Leider fehlt die Voice-Communication über das eingebaute Mikrofon. Schade! Eine Option, die ich allerdings noch nicht testen konnte, ist das Community-Feature. Soweit ich es verstanden habe, legt man hier selbst Regeln für die Online Rennen fest und kann seine Freunde, aber auch Fremde, einladen und gegen sie spielen. So ist es wohl möglich sich seinen eigenen Grand Prix, nur mit seinen Lieblingsstrecken zu basteln.

Die ausschlaggebendste Neuerung in Mario Kart 7 ist sicherlich der 3D-Effekt. Dieser ist, zumindest in den 16 neuen Strecken, beeindruckend und sorgt für ein fantastisches Tiefengefühl, sodass selbst ich als 3D-Skeptiker Freude daran habe. Ob einem die wenigen Neuheiten und der 3D-Effekt reichen, muss letztlich jeder selbst entscheiden. Wer Mario Kart mag wird auch diesen Teil lieben, denn es hat sich halt nicht viel geändert. Hier wurde sicherlich viel Potenzial verschenkt. Gerade wenn man bedenkt, dass sich der 3DS nicht so gut verkauft. Ein Kaufgrund für das Gerät ist Mario Kart 7 nämlich sicher nicht.

Edit: Wer nicht genug von Mario bekommt und schon einen 3DS besitzt, der sollte übrigens mal bei meinen Freunden von Zockwork Orange vorbeischauen. Die verlosen nämlich bis Montag 3x Super Mario 3D Land in ihrem Adventskalender.

CeBIT 2011 & Nintendo 3DS Eindrücke

Diesen Blogeintrag schiebe ich nun schon seit Mittwoch vor mir her, aber wer mir auf Twitter folgt weiß ja, dass ich am Dienstag auf der CeBIT war und mich dort mit meinem geschätzten Buddy und DJ-Kollegen Denzo aka @makemakenotnot getroffen habe, der sich ja zum studieren in den Osten unseres Landes verkrochen hat. Der zweite Grund war die Chance den Nintendo 3DS schon mal vorab zu testen. Bevor ich aber zu diesem Thema komme, vorher einige Gedanken zur CeBIT und warum es für mich die erste und wohl letzte war.

Mal auf die CeBIT fahren, wollte ich schon immer mal machen. Sich die neuesten Technologien angucken, durch die Gänge streunen und sich derbe beeindrucken lassen. Die größte IT-Messe halt. Doch ernüchternd musste ich feststellen, dass ich als nicht IT-Mensch dort nicht wirklich viel zu sehen bekomme, was ich auch nur annähernd verstehe ohne mir großartig was erklären zu lassen. So streunte ich mit einem Grinsen durch die ersten Hallen, sah ganz viel Kram von dem ich zwar so ungefähr wusste wozu es dient, aber letztlich weder Plan davon, noch großes Interesse daran hatte. Erstaunlich fand ich, wie leer die Gänge waren. Wenn man sonst nur die GamesCom gewohnt ist, war es fast entspannend durch Hallen zu laufen, die nicht von schreienden Moderatoren und johlenden Kiddies verseucht sind. Als nicht ITler hatte ich also eher Langeweile, was natürlich nicht die Schuld der Messe ist. Mein erster wirklicher Anlaufpunkt war der Nintendo-Stand, um mir die Zeit zu überbrücken bis der Herr Denzo Zeit für mich hätte.  Erstaunlicherweise war der Nintendo-Stand lächerlich klein und auch nicht so überbevölkert wie ich vermutet hatte. Tatsächlich kam ich sofort zum spielen und nahm mir ca. eine Stunde Zeit die ausliegenden Demo-Games unter die Lupe zu nehmen.

Am Design hat sich nicht viel getan. Eine Kamera gibt es jetzt auf beiden Seiten des Bildschirms und am rechten Rand befindet sich ein Regler zum ausschalten oder variieren des 3D-Effekts. Das Gerät liegt, bis auf eine Ausnahme zu der ich gleich kommen werde, gut in der Hand und sieht zumindest in schwarz auch sehr edel aus. Anspielen konnte ich die bereits im Home-Menü verbaute Minispiel-Sammlung, die aus einfachen Augmented Reality Games besteht und nicht sonderlich spannend waren. Der 3D-Effekt sah okay aus, hat mich in diesem Moment aber noch nicht vom Hocker gerissen. Die weiteren spielbaren Demo-Games waren Zelda – Ocarina Of Time, Nintendogs, Kid Icarus, Pro Evo Soccer und Pilotwings. Als Sportspielhasser habe ich PES übersprungen und gleich mit den anderen weitergemacht. Nintendogs ist natürlich ein reines Kinderspiel und nicht für ein erwachsenes Publikum gedacht, aber tatsächlich kam der 3D Effekt hier echt am coolsten rüber. Wenn man den Hund, respektive die Katze, mit einem Pfiff zu sich gelockt hat, krabbelten die kleinen Kuschelmonster einem praktisch durch den Bildschirm entgegen. Etwas nervig ist, dass man den 3DS tatsächlich recht nah vor sein Gesicht halten muss, so ca. 20cm bis 30cm und man natürlich auch direkt gerade auf den Bildschirm zuschauen hat, damit der 3D Effekt funktioniert. Dieser Umstand macht gerade die Augmented Reality Games eher uninteressant. Pilotwings sah ebenfalls wirklich gut aus, leider auch eher an kindliches Publikum gerichtet. Mit „Mii“-ähnlichen Figuren und knallbunter Optik, also nicht mein Spiel. Die Steuerung war gut und ich hatte es recht schnell raus mit dem Stylus die Flugzeuge oder Jetpacks zusteuern. Wirklich sehr spaßig waren vor allem Kid Icarus und Zelda. Kid Icarus steuert sich mit dem Stylus, geschossen wird mit der linken Schultertaste. Hier wird leider die Hand recht schnell lahm, da man den 3DS ja auch noch relativ hoch halten muss, sodass ich hier vielleicht sogar den 3D-Effekt ausschalten würde um das Gerät in einer angenehmeren Position bedien zu können. Zu Zelda brauch ich ja nicht viel zu sagen. Handelt sich um eine 3DS Portierung des N64 Klassikers und macht auch in 3D einiges her. Nun bleibt mir als altem Nintendo-Kind also zu hoffen, dass auch einige gute Titel für erwachsene Spieler angekündigt werden. Vorbestellt ist das Teil jedenfalls schon und ich warte auf den Tag, wenn es samst Street Fighter in meinem Postfach liegt.

Abschließend noch einen Gruß an Daniel aka @Blaquassel, den ich ebenfalls auf der CeBIT traf. Wieder einer aus meiner Twitter-Timeline, den ich mal  im RL kennengelernt habe. Ich hoffe euer Auto ist wieder heile? Folgt dem Mann!